Der Leitungsschutzschalter, kurz LS-Schalter oder MCB, schützt elektrische Leitungen vor thermischer Überlastung und dynamischen Kurzschlussströmen. Er verfügt über zwei Auslösemechanismen: ein Bimetallstreifen reagiert verzögert auf thermische Überlastung, während ein elektromagnetischer Schnellauslöser bei Kurzschlussströmen sofort schaltet. Die Nennstromstärken reichen typischerweise von 6 bis 63 Ampere, die Auslösecharakteristiken B, C und D unterscheiden sich im Vielfachen des Nennstroms, bei dem die sofortige magnetische Auslösung erfolgt. Im Haushaltsbereich werden überwiegend Charakteristik B und C eingesetzt. Leitungsschutzschalter sind nach IEC 60898 genormt und in modernen Unterverteilungen unverzichtbar. Bei PV-Anlagen werden spezielle DC-Leitungsschutzschalter verwendet.
L
Leitungsschutzschalter
Selbsttätig auslösende Schutzeinrichtung, die Stromkreise bei Überstrom und Kurzschluss unterbricht und manuell wieder eingeschaltet werden kann.