Electrosuisse baut seine Mitgliederbasis bewusst aus und adressiert dabei auch Unternehmen außerhalb des klassischen Elektrotechnik-Handwerks. Der Schweizer Fachverband signalisiert damit, dass die traditionelle Mitgliedschaftsstruktur durchlässiger werden soll.
Der Hintergrund: Die Energiewende und Digitalisierung verschärfen den Wettbewerb zwischen etablierten Elektrohandwerksbetrieben und neuen Marktteilnehmern aus Nachbarbranchen. Wer als Elektrofachmann heute bestehen will, muss sich vernetzen – über Branchengrenzen hinweg.
Für Handwerksbetriebe bedeutet das konkret: Zugang zu einem erweiterten Netzwerk von Lieferanten, Planern und Systemintegratoren, die bislang außerhalb des klassischen Verbands-Ökosystems standen. Gleichzeitig steigt der Druck für etablierte Mitglieder, sich spezialisierter aufzustellen – wer nur noch klassische Installationen anbietet, verliert gegenüber Vollanbietern.
Electrosuisse reagiert damit auf einen Trend, den andere Branchenverbände längst vollzogen haben: Die Grenzen zwischen Elektro, Gebäudetechnik und digitaler Infrastruktur verschwimmen.