Der Schweizer Elektrotechnikkomponentenhersteller Schurter positioniert sich neu: Statt einzelner Eingabekomponenten bietet das Unternehmen künftig vollständige Human-Machine-Interface-Lösungen an.

Dieser Schritt vom reinen Teilelieferanten zum Systemanbieter folgt einem klaren Markttrend. Komponentenhersteller unter Wettbewerbsdruck reagieren auf die wachsende Nachfrage der Industrie nach schlüsselfertigen Lösungen statt Einzelkomponenten. Integrationslösungen reduzieren für Maschinenbauer und Anlagenhersteller Entwicklungszeit und Komplexität.

Für Elektrohandwerk und Systemintegratoren bedeutet das: Zulieferer mit Systemkompetenz werden zum strategischen Partner. Die Grenze zwischen Komponenten- und Systemgeschäft verwischt – wer nur Einzelteile liefert, gerät unter Druck. Schurters Move ist damit auch ein Indikator für einen branchenweiten Strategiewandel, der kleine und mittlere Zulieferer zwingt, ihre Servicetiefe zu erhöhen oder spezialisierte Nischen zu besetzen.